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Tourismusjournal Qualitätsspecial

Vorpommern Tourismus Journal - Nr.20,  3/2005
des Regionalen Fremdenverkehrsverbands Vorpommern e.V.

 

Diese Sonderausgabe des Vorpommern Tourismus Journals informiert intensiv und ausführlich über den Themenkomplex Qualität und Klassifizierung. Jeder kennt die Hotelsterne. Inzwischen hat sich aber auch in anderen touristischen Bereichen viel getan. Qualitätssiegel und Klassifizierungssysteme bringen Transparenz der Angebote, klare Positionierung im Preis-Leistungsverhältnis und Qualität durch einheitliche Kriterien. Grundsätzlich beruht die Teilnahme an solcherart Beurteilung auf Freiwilligkeit.

Liebe Mitglieder, Partner und Freunde, der Tourismus in Vorpommern hat Chancen, sich auch weiterhin am Markt zu behaupten, jedoch wird dies nur gelingen, wenn die Qualität der Angebote stimmt und die vorhandene Qualität auch entsprechend dargestellt wird. Konkurrenz gibt es im In- und Ausland und sie schläft nicht. Das betrifft Vermieter wie Vermittlungsstellen und eigentlich Jeden, der mit Urlaub und Gästen zu tun hat. Ausgehend vom Deutschen Tourismusverband (DTV) über den Landesverband Mecklenburg-Vorpommern mit Sitz in Rostock (TMV) bis zu uns, dem Regionalen Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. gibt es entsprechende Lizenzen, deutschlandweit gültige Klassifizierungssysteme anzuwenden und die jeweiligen Qualitätssiegel zu vergeben.

Hier stellen wir die einzelnen Möglichkeiten zur Darstellung von Qualität vor. Einiges dürfte bekannt sein. Manches ist neu und bedarf der näheren Erläuterung. Zu jedem Schwerpunkt gibt es in diesem Journal die entsprechenden Kontaktadressen, auch über Links, so dass die jeweiligen Detailauskünfte dort direkt eingeholt werden können. Wir empfehlen allen, die ihre Angebote und Leistungen an den Gast und Kunden bringen möchten, die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu nutzen und aktiv nach außen zu kommunizieren.

Unsere Gäste müssen wissen, was Sie bei uns erwartet und genau das auch bekommen. Und gern wiederkommen. Nur so kann Vorpommern im Wettbewerb der Zukunft eine ernst zu nehmende Rolle spielen.

Im gesamten Verbandsgebiet des Regionalen Fremdenverkehrsverbands Vorpommern e.V., also dem größten Teil des vorpommerschen Festlandbereichs, gibt es nicht eine einzige Anerkannte Tourist-Infostelle (ATIS). Bundesweit sind es 850, in Mecklenburg-Vorpommern 25. Es besteht also ein deutlicher Nachholbedarf. Hierzulande gibt es stattdessen lokal-regional-interne Auszeichnungen der Servicequalität, die jedoch nicht den Nutzen der deutschlandweiten Zertifizierung erbringen können. Langfristig sind solche Einzelgänge nicht sinnvoll.


Fachbereich Qualitätstourismus beim DTV
Dieses Gremium besteht aus Vertretern der unterschiedlichen Tourismusorganisationen der Mitgliedsbundesländer des DTV und trifft sich regelmäßig. Zurzeit wird die Zertifizierung der ATIS überarbeitet. (Anerkannte Tourist-Infostelle - dazu an anderer Stelle in diesem Journal mehr).

Gerade fertig gestellt ist ein Online-Ratgeber für Gastgeber http://www.dtv-gastgeberportal.de/ mit hilfreichen Tipps für Gastgeber. Umgang mit schwierigen Gästen, rechtliche Rahmenbedingungen und viele weitere praktische Hinweise sind dort zu finden. Insgesamt beinhaltet das Aufgabengebiet des Gremiums die Erarbeitung von Qualitätskriterien, Qualitätsinitiativen, Produktleitlinien und Handlungsempfehlungen mit dem Ziel der Steigerung der Qualität im Deutschlandtourismus.
Das Logo des Deutschen Tourismus Verbands


Impressum
Redaktion des Vorpommern Tourismus Journals: Anja Valentien (Presse und Öffentlichkeit). Umfassende inhaltliche Unterstützung dieser Sonderausgabe: Anne Leufgen (Marketing) und technische Hilfe: Alexander Erzmoneit (Internet)


Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V., Fischstraße 11,  D -17489 Greifswald
Tel ++49 (0) 3834/891 0 - Fax ++49 (0) 3834/891 555 - info@vorpommern.de, http://www.vorpommern.de/

Vorpommern Tourismus Journal - Nr.20,  3 /2005
des Regionalen Fremdenverkehrsverbands Vorpommern e.V.

 

Neues vom DeHoGa
In Kürze, ab Juli 2005 werden die Kriterien der Hotelklassifizierung aktualisiert.
Die seit 1999 gültigen wurden überarbeitet. Dabei wurden Trends bei den Gästeerwartungen berücksichtigt. Beispielsweise wird künftig verstärkt auf Sanitärkomfort und Schlafbedingungen geachtet. Auch das Qualitätsmanagement innerhalb der einzelnen Häuser wird jetzt berücksichtigt. Konkret werden beispielsweise Beschwerdemanagement und Gästebefragungen in die Bewertung mit einbezogen. Ganz neu im Kriterienkatalog sind Merkmale der Barrierefreiheit und Einrichtung von Nichtraucherbereichen in Restaurants. Eine weitere Neuerung bezieht sich auf Hotel garnis. Auch diese können den Zusatz „superior“ erhalten. Im Jahr 2004 ist die Zahl der klassifizierten Betriebe in Deutschland gegenüber 2003 um sieben Prozent gestiegen. Diese Entwicklung ist erfreulich. Weitere Infos gibt es unter: http://www.hotelsterne.de/.

 


Um Mecklenburg-Vorpommern fit im Bereich Qualität zu machen, soll ein Qualitätszirkel für M-V entstehen. 
Eine Internetseite, die bereits vom TMV gesichert ist, wird Informationen rund um das Thema Qualität darstellen. In diesem Rahmen soll ein virtuelles Qualitätskontor zu den Zertifizierungs- und Klassifizierungssystemen in M-V entstehen. Zur Zeit gibt es jedoch noch keine konkreten Planungen hinsichtlich des Beginns, eines entsprechenden Gremiums, zu Arbeitsgebieten, der Finanzierung usw. Weitere Infos wird es also zukünftig unter http://www.qualitaetskontor.de/ geben.


Ebenfalls ab Juli 2005 wird es die G-Klassifizierung geben. Die ist ganz neu. Hierbei handelt es sich um die DeHoGa-Klassifizierung für Gästehäuser, Gasthöfe und Pensionen (für Betriebe mit gaststättenrechtlicher Konzession und/oder mehr als acht Gästebetten, die über höchstens 20 Gästezimmer verfügen und keinen Hotelcharakter aufweisen). Zuvor war es so, dass sich Hotelkriterien aus dem Tagungs-, Wellness- oder Restaurantbereich nicht auf Pensionen und Gästehäuser übertragen ließen. Beispielsweise hat nur eine geringe Anzahl der Pensionen aufgrund ihrer Hausgröße eine eigenständige Rezeption. Die neue G-Klassifizierung ist ein adäquates Bewertungssystem. Es wird stets ein „G“ vorangestellt. Für Privatzimmer und Ferienwohnungen/-häuser nach DTV ein „P“ bzw. „F“. Weitere Infos und die jeweilig zuständigen Institutionen gibt es unter http://www.klassifizierung.de/.


Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V., Fischstraße 11,  D -17489 Greifswald
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Vorpommern Tourismus Journal - Nr.20,  3 /2005
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Hotels und hotelähnliche Betriebe
Allgemein am Bekanntesten ist wohl die Deutsche Hotelklassifizierung nach Richtlinien des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DeHoGa) für alle konzessionierten Beherbergungsbetriebe mit mehr als acht Betten. Die Anzahl der Sterne steht für ein Qualitätsniveau. Hier können es bis zu fünf Sternen werden.

Diese Klassifizierung bedeutet eine deutliche Produktpositionierung durch aussagekräftige und einheitliche Kurzbotschaften in Form von Sternen. Es gibt 19 Mindestkriterien und die fünf Kategorien.
* Tourist - Unterkunft für einfache Ansprüche
** Standard - Unterkunft für mittlere Ansprüche
*** Komfort - Unterkunft für gehobene Ansprüche
**** First Class - Unterkunft für hohe Ansprüche
***** Luxus - Unterkunft für höchste Ansprüche
Die Auswertung erfolgt anhand eines Erhebungsbogens. Darüber hinaus gibt es die Sonderformen „Garni“ und „Superior".

Garni ist ein Hotelbetrieb, der Beherbergung, Frühstück, Getränke und höchstens kleine Speisen anbietet (Eselsbrücke: Essen gibt´s gar nie).

Superior bedeutet, die Gesamtpunktzahl der erforderlichen Punkte der nächst höheren Kategorie wird erreicht. Die Unterkünfte können aber dort nicht eingestuft werden, da sie die Mindestkriterien dieser Kategorie nicht erreichen. Die notwendige Wertungspunktzahl ist allerdings deutlich überschritten. 
Weitere Infos gibt es unter http://www.hotelsterne.de/. Kontakt: Deutscher Hotel- und Gaststättenverband e.V., Landesverband M-V, E-mail: info@dehoga-mv.de Internet: http://www.dehoga-mv.de/

Bei den insgesamt 240 klassifizierten Objekten in Mecklenburg-Vorpommern verteilen sich die Sterne folgendermaßen (Stand Anfang des Jahres 2005).
1 Stern: 0
2 Sterne 14
3 Sterne: 110
4 Sterne: 110
5 Sterne: 6


Barrierefreiheit
Hoteliers und Gastronomen, die zukünftig ihr barrierefreies Angebot darstellen möchten, sollen die vom DeHoGa mit verschiedenen Interessensverbänden vereinbarten Standards, die in fünf verschiedenen Kategorien die unterschiedlichen Behinderungsarten berücksichtigen, erfüllen. Diese finden auch als neue Kriterien für die Barrierefreiheit ab Sommer 2005 Eingang in die fortgeschriebene Deutsche Hotelklassifizierung.

Beispiel: Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für alle Gäste mit körperlichen oder sensorischen Einschränkungen (Kategorie E)
www.dehoga-berlin.de/home/barrierefreiheit

Beispiel: Barrierefreie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe für gehbehinderte Gäste und Rollstuhlnutzer (Kategorien A und B)


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Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Privatzimmer
Mittlerweile wurden in Deutschland über 50.000 Ferienhäuser, -wohnungen und Privatzimmer nach bundeseinheitlichen Kriterien des DTV klassifiziert. Auch hier sind Sterne die Qualitätszeichen. Zur Unterscheidung haben sie acht Zacken statt der fünf in der Hotellerie. Die verschiedenen Sternekategorien ergeben sich aufgrund einer freiwilligen Klassifizierung nach den Kriterien des DTV. Sie betrifft Vermieter von Ferienwohnungen/Appartements und Ferienhäusern (mit Ausnahme von Aparthotels und Boardinghäusern), Vermieter von Privatzimmern (Betriebe mit bis zu acht Betten) sowie Anbieter von “Urlaub auf dem Bauernhof“ bzw. „Urlaub auf dem Lande“. Ausgenommen sind Anbieter mit Landhotelcharakter.

Mit Beginn des Jahres 2004 hat es verschiedene Änderungen gegeben.
Die Selbsteinstufung fiel weg und Mindeststandards für jegliche Klassifizierung und zusätzliche Standards für Unterkünfte ab drei Sternen wurden eingeführt. Seitdem sind auch fünf Sterne im Bereich der Privatzimmer möglich. Außerdem gibt es die Zusatzauszeichnungen für Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof“ und „Urlaub auf dem Lande“. Es wurde ein Lizenzvertragssystems eingeführt. Es gibt auch eine spezielle DTV-Schulung für Prüfer, die berechtigt sind, die Klassifizierung vorzunehmen. Ein Prüfernetzwerk sowie ein standardisiertes Beschwerdemanagement wurden des Weiteren eingeführt. Wie zuvor gilt diese Klassifizierung drei Jahre. Dies steht wie gehabt auf der Urkunde, die nach der Klassifizierung ausgehändigt wird. Wir empfehlen, das Emailleschild zur sofort sichtbaren Kennzeichnung des Objekts gleich mit zu erwerben (kostenpflichtig).

 

Die Bewertungsbögen umfassen rund 150 Kriterien, die in zwölf (Ferienwohnungen) bzw. zehn (Privatzimmer) Kategorien zusammengefasst sind und unterschiedlich gewichtet werden. Bewertet werden Art des Objektes (z.B. Villa, Bauernhaus, Reihenhaus), Infrastruktur des Objektes (z.B. Heizung, Unterhaltungselektronik, Parkmöglichkeit), Freizeiteinrichtungen, Räumlichkeiten des Objektes, Balkone und Terrassen je Wohneinheit, Möblierung aller Räume, Gesamteindruck der Ausstattung, Serviceleistungen (z.B. Bettwäsche, Brötchenservice, Gästebetreuung), Umgebung des Ferienobjektes, Garten/Anlage des Hauses, Zufahrt zum Haus, Aussicht aus der Ferienwohnung/dem Privatzimmer und Umweltmaßnahmen.

Acht Zacken kennzeichnen den DTV-Stern.

Weitere Infos (auch für touristische Institutionen, die selber Lizenznehmer beim DTV werden und Klassifizierungen durchführen möchten) geben wir gern. Unter http://www.vorpommern.de/ in der Rubrik Anbieterservice bei Klassifizierung sind die Bewertungsbögen hinterlegt. E-mail: info@vorpommern.de oder Tel.:03834 – 89 10



 

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Campingplätze
Bereits im Sommer 2000 hat der DTV in Kooperation mit dem ADAC und dem Bundesverband der Campingwirtschaft eine bundesweite Campingplatzklassifizierung eingeführt. Die Umsetzung erfolgt durch die Campingunternehmerverbände. Mittlerweile sind schon über 500 Campingplätze klassifiziert. Analog zu Einstufungssystemen für Hotels und Ferienwohnungen usw. gibt es auch hier das Fünf-Sterne-System. Bewertet werden hauptsächlich die Bereiche Rezeption, Sanitäranlagen und Standplätze/Gelände. Beispiele daraus sind Nachtwache/Aufsicht, fremdsprachiges Infomaterial, touristische Auskünfte, Einlasskontrolle, gastronomische Einrichtungen, Sauberkeit und Raumklima im sanitären Bereich usw.

 

C* - Einfach
Einfach und zweckmäßig in der Ausstattung bzw. im Gesamteindruck

C** - Zweckmäßig
Zweckmäßig und gut in der Ausstattung bzw. im Gesamteindruck mit mittlerem Komfort. Einrichtungen in guter Qualität

C*** - Komfortabel
Gesamtausstattung bzw. Gesamteineindruck mit gutem Komfort.
Einrichtungen von besserer Qualität

C**** - Erstklassig
Erstklassig in der Gesamtausstattung bzw. im Gesamteindruck mit gehobenem Komfort. Einrichtungen in gehobener und gepflegter Qualität.

C***** - Exklusiv
Exklusiv in der Gesamtausstattung bzw. im Gesamteindruck mit hochwertigem/erstklassigem Komfort. Großzügige Einrichtungen in besonderer Qualität

Kontakt über den Verband der Camping- und Freizeitbetriebe Mecklenburg-Vorpommern, der die Klassifizierung in unserem Bundesland vornimmt: E-mail: vcfmc@t-online.de, Internet: http://www.camping-caravan-mv.de/




 

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Jugendübernachtungsstätten
Die freiwillige Qualitätsbewertung gibt es ausschließlich in Mecklenburg-Vorpommern. Insgesamt gibt es im Bundesland 271 Jugendübernachtungsstätten.
Dieses Klassifizierungssystem ist auf sehr große Resonanz gestoßen und bereits für eine Ausweitung auf die Bundesebene im Gespräch. Die AG Junges Land für Junge Leute hat die Initiative Qualitätsmanagement Jugendreisen M-V (QMJ) in Zusammenarbeit mit dem TMV und dem Landesjugendring M-V e.V. gestartet.

Es gibt ein Zwei-Stufen-Modell: eine Basis- und eine Sterneklassifizierung mit zweijähriger Gültigkeit, durchgeführt im Auftrag des TMV von der AG Junges Land für Junge Leute.

1 Stern: ansprechende Möblierung der Zimmer, Vorhandensein von Leiterzimmern mit Waschbecken, Frühstück (außer Selbstversorgerhäuser), Zimmer mit eigenen Sanitäreinheiten, umfassende, zutreffende und verbindliche Auskunftsfähigkeit der Mitarbeiter, ausreichend Informationsmaterial zur Freizeitgestaltung, Ausleihe von Sport- und Spielgeräten

2 Sterne: Vorhandensein von Leiterzimmern mit Sanitärzelle, Rezeption, Frühstücksbüfett, Möglichkeit der Vollverpflegung entsprechend einer jugendgerechten Küche, Kantinenverkauf/Kleinverkauf, Erreichbarkeit der Jugendübernachtungsstätten (auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten), Sportanlagen, Spielplatz, Fernsehraum, sichere Unterstellung von Fahrrädern

3 Sterne:
Vorhandensein von mindestens 50 % der Zimmer mit eigenen Sanitäreinheiten, Seminarräumen, mindestens Zwöf-Stunden-Besetzung der Rezeption, Angebot von Programmen, Getränkeautomat, Snackautomat, Kinderstühle, bargeldlose Zahlung

4 Sterne:
Seminarräume mit moderner Ausstattung an Seminartechnik, entsprechende Raumangebote für die individuelle Freizeitgestaltung (Hobbyräume, Lese-, Spiel- und Kuschelecken), Waschmaschine für Gäste, Kinderbetten, behindertengerechte Zimmer mit entsprechenden Sanitäreinrichtungen

5 Sterne:
qualifizierte Serviceleistungen, wie z.B. 24-Stunden-Besetzung der Rezeption, Cafeteria, Internetterminal, Qualifizierungsmodul für Mitarbeiter, Sprachkenntnisse des Personals, Trockner für Gäste, Gepäckschließfächer, Programmbausteine und Pauschalprogramme mit pädagogischer Anleitung.

Bei der Basisklassifizierung erhalten teilnehmende Jugendübernachtungsstätten einen Nachweis über vorhandene Mindestqualitätsstandards. Der Leiter der jeweiligen Einrichtung wird entsprechend geschult, die Einrichtungen erfahren eine Begehung nach Checklisten mit Erstellung eines Auditberichtes mit  Empfehlung an den TMV zur Übergabe des QMJ-Zertifikates mit Siegel. Bewertet werden acht Bereiche, nämlich Genehmigungen, Verpflegung, Informationsgebung, Marketing, Unterkunft, Mitarbeiter, Programm und Freizeit.

Sterneklassifizierung: Die Teilnahme an der Basisklassifizierung ist Voraussetzung für diese zweite Stufe. Links zeigt eine Übersicht die Stufen und Kriterien, mit denen die Übernachtungsstätten kategorisiert werden.

Kontakt: AG „Junges Land für Junge Leute“, Rostock, E-mail: McPom.com@t-online.de, Internet: http://www.mcpom.com/

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Wellnessanbieter
Es gibt ein bundesweit gültiges Zertifikat mit einem unabhängig geprüften Qualitätssiegel für Wellness-Hotels, Reha-Kliniken und Freizeitbäder (auch für Day Spas und Kosmetikinstitute). Der Deutsche Wellness Verband (DWV) nimmt die Klassifizierung vor. Den Kriterienkatalog mit insgesamt 200 Punkten haben der TMV, das Wirtschaftsministerium, DeHoGa, Bäderverband, Projektbüro Gesundheitstourismus und DWV gemeinsam erarbeitet. Das Siegel bestätigt qualifiziertes Personal, qualitativ hochwertige Infrastruktur und ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis. Mittlerweile haben auch schon Wellnessanbieter in Österreich und der Schweiz die Klassifizierung des Deutschen Wellnessverbands in Anspruch genommen. Vielleicht zeichnet sich dort eine europaweite Entwicklung ab.
Zudem muss gesagt werden, dass gerade Mecklenburg-Vorpommern, und dies ist zu großen Teilen dem Tourismus-Landesverband zu verdanken, der eine Vorreiterrolle in der Qualitätssicherung im Bereich Wellnes einnimmt und als erstes Bundesland von unabhängigen Prüfern geprüft wurde.

Zuvor wurden in anderen Teilen Deutschlands bereits Sterne verliehen. Dies führte jedoch zu Irritationen, welche der Sterne denn nun Wellness- und welche DeHoGa-Sterne seien und wie diese zu bewerten wären. Beispielsweise konnte ein Hotel gleichzeitig vier Dehoga-Sterne und drei Wellness-Sterne haben. Da kann man schon mal durcheinander kommen. Deshalb gibt es seit 2002 ein einheitliches Wellness-Qualitätssiegel, das auf Sterne ganz verzichtet. Es bestehen zwei Stufen der Klassifizierung. Eine Basis-Klassifizierung und eine Premium-Zertifizierung mit den Kategorien gut, sehr gut und exzellent. Das Siegel gilt zwei Jahre. Für die Zertifizierung in eine der drei Kategorien wird eine anonyme Überprüfung mit einer Checkliste von 750 Punkten durchgeführt.

Kontakt: Deutscher Wellness Verband e.V., Düsseldorf, E-mail: info@wellnessverband.de, Internet: http://www.wellnessverband.de/
Neues Wellnessportal des TMV: http://www.wunderbare-wellnesswelten.de/ (hier auch die Möglichkeit zur Bestellung der neuen
Wellness-Broschüre)


Deutscher Tourismuspreis 2005
Der DTV hat mit dem Deutschen Tourismuspreis 2005 ein Instrument geschaffen, mit dem im Jahr 2005 erstmalig „Innovative Tourismusprodukte" und „Innovatives Tourismusmarketing" ausgezeichnet und herausgestellt werden. Kooperationspartner im Jahr 2005 ist die DZT. Kreative Produkte als Verbundlösung, neue technische Lösungen im Webmarketing, Produkte mit innovativen Serviceideen, Direkt-Marketingaktivitäten mit Pfiff können sich bewerben. Der Wettbewerb wird finanziell durch das Sparkassen-Tourismusbarometer unterstützt.

Eine Jury bewertet Innovation, Kunden- und Qualitätsorientierung sowie Wirtschaftlichkeit und Umsetzungsgrad. Organisationen jeder Größe können sich beteiligen. Ausgezeichnet werden Neuerungen, die sich in der Praxis bewährt haben und vorbildlich für Produktgestaltung und Marketing sind. Sämtliche Bewerber - nicht nur die Sieger - erhalten eine Kurzkommentierung der von ihnen eingereichten Beiträge.

Bewerbungsschluss für den Deutschen Tourismuspreis 2005 ist der 31. August. Anmeldung und Ansprechpartner für Rückfragen: POJEKT M GmbH, Dirk J. Schmücker, Tel: 0431 - 789 620, e-mail: tourismuspreis@projectm.de, Internet: http://www.deutschertourismusverband.de/


 

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Wassertouristische Unternehmen
MQM ist die Abkürzung für Maritimes Qualitätsmanagement im Wassertourismus, System einer landesweiten Ausbildungs- und Qualitätsoffensive, die zu Beginn 2005 in das bundesweite System der Gelben Welle integriert wurde.
Vor der Integration musste erst das MQM-Siegel erworben werden, bevor die jeweiligen klein- und mittelständischen Unternehmen aus dem Wassertourismus sich für die Zertifizierung mit der Gelben Welle bewerben konnten. Inzwischen muss das MQM-Siegel von Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätzen nicht mehr als Vorstufe zur Gelben Welle in Mecklenburg-Vorpommern betrachtet werden. Lediglich im Bereich der Fahrgastschifffahrt, die 2004 überhaupt erst zum zertifizierbaren Komplex im Wassertourismus wurde, gilt dies nach wie vor. Erst muss das MQM-Siegel errungen werden, danach kann die Bewerbung zur Gelben Welle erfolgen. Kanu und Charter sind voraussichtlich die nächsten wassersportlichen Bereiche, die eine Zertifizierung erhalten sollen. Auch dort wird das bewährte Prozedere - erst MQM, dann die bundesweite Bewertung - Gültigkeit haben. Das MQM-Siegel gilt jeweils zwei Jahre. Eine erfolgreiche Teilnahme an Schulungen und Empfehlung durch den TMV nach Prüfung durch unabhängige Prüfer mittels Checklisten ermöglichen die Zertifizierung. Für alle wassertouristischen Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Schulungen der Ausbildungs- und Qualitätsoffensive MQM.

Bundesweit gilt die Gelbe Welle als Zertifizierung und angedacht sind Blaue Sterne als Klassifizierung.

Zum Verständnis
Sportboothäfen ist ein Oberbegriff für touristisch genutzte Häfen für Sportboote mit unterschiedlicher Klientel oder Nutzungsart - z.B. Marinas, Seglerhäfen, Motor(boote)häfen, Yachthäfen oder Naturhäfen.
Marinas sind Häfen mit einem breiten Serviceangebot, wie z.B. komfortablen und sicheren Liegeplätzen mit technischem Service, Gastronomie, Entsorgung, Sanitäranlagen und Winterservice. Marinas sind außerdem privatbetriebene Serviceanlagen.
Wasserwanderrastplätze sind öffentliche Einrichtungen mit maximal 80 Liegeplätzen. Es sind Sanitäreinrichtungen und Entsorgungsmöglichkeiten für Boote mit Fäkalientanks und Chemietoiletten vorzusehen. Die Nutzung sollte überwiegend touristisch sein. Die maximale Liegedauer wird auf drei Wochen begrenzt. Die Betreibung eines Wasserwanderrastplatzes obliegt der Kommune, kann von ihr jedoch an einen Verein oder gewerblichen Betreiber übertragen werden. Dabei darf jedoch keine Gewinnerzielung angestrebt werden.


Diese Definitionen sind einem sehr ausführlichen und informativen Leitfaden des Wirtschaftsministeriums entnommen. Ein Blick hinein lohnt sich: www.mv-maritim.de/leitfaden/

Die Gelbe Welle gilt bundesweit je drei Jahre für zertifizierte Marinas, Sportboothäfen und Wasserwanderrastplätze. Ansprechpartner ist der DTV. Auf dem Schild befinden sich auch zusätzliche Piktogramme, die Angebote am Standort aufzeigen.

Blaue Sterne klassifizieren Qualität, Sicherheit und Umweltschutzmaßnahmen. Das Ergebnis der Checkliste bestimmt die Zuordnung der Sternekategorie. Zertifizierung ist Voraussetzung zur Klassifizierung. Seit 2003 wurden die Klassifizierungskriterien vom TMV, dem Zentrum für Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement und Umweltschutz (AQU) und der Vereinigung Deutscher Sportboothäfen für Marinas und Sportboothäfen erarbeitet und mit dem Bundesverband für Wassersportwirtschaft (BWVS) sowie dem ADAC abgestimmt und sind in den Bereichen Betriebssicherheit, Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz in die Gelbe Welle eingeflossen. Es gibt auch hier Ausschlusskriterien.

Kontakt:
TMV, Horst Klüber, E-mail: h.klueber@auf-nach-mv.de. Listungen der zertifizierten und klassifizierten Einrichtungen: http://www.mv-maritim.de/. Anträge, etc. für Zertifizierung: http://www.gelbe-welle.de/

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Touristinformationen
Der DTV hat 1961 (damals noch DFV) erstmals eine Anerkennung für qualifizierte Tourist-Informationsstellen vergeben. Seit 1999 besteht eine Überprüfung durch regional- bzw. landestouristische Organisationen. Die Notwendigkeit für diese Qualitätsdarstellung ergibt sich durch immer stärker werdenden globalen Wettbewerb, Reise erfahrene Gäste und Erwartungen an den Service. Anhand der deutschlandweit einheitlichen Beschilderung der Tourist-Informationsstellen durch ein weißes i auf rotem Grund ist ein Wiedererkennungseffekt gegeben.

Die Überprüfungen betreffen beispielsweise die Lage, Beschilderung, barrierefreien Zugang, technische Ausstattung, Öffnungszeiten sowie Auskunft und Serviceleistungen. Als Ausweis für Kompetenz in der Kundenorientierung durch guten Service von geschultem Personal wird das Qualitätssiegel für diese Serviceeinrichtungen vergeben. Es gibt Mindestvoraussetzungen, die erfüllt werden müssen, bevor eine Überprüfung erfolgen kann. Dazu wird ein entsprechender Fragebogen ausgefüllt, anhand dessen sich dann zeigt, ob den Mindestanforderungen entsprochen ist. Die Infostelle (bzw. der entsprechende Ort) muss indirektes Mitglied des DTV sein. Der Antrag wird durch den Regional- bzw. Landesverband an den DTV gestellt. Dann findet eine Prüfung vor Ort statt und daraufhin erfolgt die Empfehlung der Auszeichnung als ATIS an den DTV wiederum durch den Regional- bzw. Landesverband. Die Kosten betragen 150 EUR (Brutto) für eine drei Jahre gültige Zertifizierung. Der DTV stellt die Urkunde aus, stellt die reprofähige Vorlage der Kennzeichnung (weißes i auf rotem Grund) bereit und händigt eine Plakette aus.

Wie oben schon erwähnt, gibt es bislang bundesweit 850 ausgezeichnete Touristinformationen, davon 25 in Mecklenburg-Vorpommern aber nicht eine davon in unserem Verbandsgebiet. Das in ganz Deutschland eindeutig leuchtende und anerkannte wie gewohnte i findet sich bei uns nirgendwo. Da hinken wir also deutlich hinterher. Um diesen unerfreulichen Zustand baldmöglichst zu ändern, geben wir gern Unterstützung und Hilfestellung.
Kontakt und weitere Informationen über uns oder direkt bei Deutscher Tourismusverband e.V., 
E-mail: kontakt@deutschertourismusverband.de,
Internet: http://www.deutschertourismusverband.de/

Seminare
Wissen bringt ebenfalls Qualität. Deshalb lohnt es sich, an den Seminaren im Tourismus-Seminarzentrum Vorpommern in der Fischstraße in Greifswald teilzunehmen. Zur Zeit ist Sommerpause. Im Frühjahr, Herbst und Winter finden zahlreiche Kurse und Seminare zu Themen wie Internetmarketing, Gästeerwartung, Recht oder Rhetorik statt. Halbtags oder ganztags, manchmal auch übers Wochenende. Wir bieten die Seminare kostenlos oder für sehr geringe Gebühren an. Unter http://www.vorpommern.de/ unter der Rubrik Anbieterservice gibt es das jeweils aktuelle Seminarprogramm sowie die Anmeldemodalitäten.

DSFT in Berlin Eine gute Weiterbildungsmöglichkeit bietet auch das Deutsche Seminar für Tourismus (DSFT) in Berlin mit günstigen Konditionen. Meist handelt es sich um zwei- bis mehrtägige Seminare, in denen sehr intensiv vielfältige Themenbereiche im Tourismus behandelt werden. Z.B: 28. - 30. Juni, Museen in der „Provinz“ lebendig präsentieren und anspruchsvoll vermarkten, 160 Euro. 30. Juni – 1. Juli, Destinationsmanager-Seminar: Destinationsmanagement – neue Trends und Entwicklungen, Veranstaltungsort in den Tagungsräumen des Victor´s Residenz-Hotels in Berlin, 160 Euro. Preise je inkl. Unterlagen, Getränken und Snacks. Kontakt: DSFT, Tempelhofer Ufer 23 -24, 10963 Berlin, Internet:http://www.dsft-berlin.de/, e-mail: info@dsft-berlin.de

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