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Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern lud ins Greifswalder Rathaus

Infoveranstaltung Tourismus gegen Rechtsextremismus mit reger Diskussion

 

Vor etwa 60 Touristikern, Politikern, Amtsträgern und weiteren Interessierten informierten Experten am Dienstagabend, 14. Oktober im Greifswalder Rathaus zum Thema Tourismus gegen Rechtsextremismus. Der Regionale Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. hatte zur Veranstaltung eingeladen, um die Situation des Rechtsextremismus im Land zu erläutern.

 

Neben Information und Diskussion ging es um die Vorstellung von eigens konzipierten Rhetorikseminaren, die der Verband im nächsten Monat anbietet.

 

Der touristische Blickwinkel stand im Fokus der knapp dreistündigen Veranstaltung. Klar war jedoch auch, dass es sich um ein tiefergehendes, grundlegendes Problem handelt.

 

Dr. Artur König, der Oberbürgermeister der Hansestadt Greifswald hieß die Gäste im Rathaus willkommen und beteiligte sich darüber hinaus auch engagiert an der Diskussion.

Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbands Mecklenburg-Vorpommern referierte über Weltoffenheit versus Fremdenfeindlichkeit - wie und warum Rechtsextremismus den Tourismus schädigt. Bilder rechtsextremer Schauplätze illustrierten das negative Image des deutschen Nordostens. Laut einer Studie, die der Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern in Auftrag gegeben hatte, entgehen dem Bundesland jährlich mehr als 100 Millionen Euro Umsatz, weil so Mancher aus Angst vor rechtsextremistischen Übergriffen oder aus Protest seinen Urlaub doch lieber woanders verbringt.

Prof. Hubertus Buchstein vom Institut für Politik und Kommunikationswissenschaft der Universität Greifswald erläuterte sehr anschaulich und noch dazu humorvoll was Rechtsextremismus eigentlich ist.

 

Torsten Schörner, Leiter des Regionalzentrums für demokratische Kultur Südvorpommern in Anklam stellte die Arbeit des Zentrums vor und informierte über Aktivitäten der rechten Szene im Vorfeld der Kommunalwahlen im Sommer 2009.

Hartmut Gutsche, der für das Regionalzentrum für Demokratische Kultur Nordvorpommern, Rügen und Stralsund tätig ist, ergänzte den Vortrag um die Erfahrungen aus seinem Wirkungskreis.

 

Der Schluss der Veranstaltung galt zugleich als Startschuss zu weiteren Aktionen. Der Kommunikationstrainer Andreas Kirberger und der Greifswalder Jura Coach Dr. Thomas Thiesen stellten ihre Rhetorik-Seminare gegen Rechtsextremismus vor, die sie gemeinsam mit dem Regionalen Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. anbieten.

 

Die Seminare sind kostenlos und finden an verschiedenen Terminen zwischen dem 7. und 22. November im Tourismus-Seminarzentrum Vorpommern in der Greifswalder Fischstraße statt. Informationen und Anmeldeformulare gibt der Regionale Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V. unter der Telefonnummer 03834 – 8910 sowie im Internet unter www.vorpommern.de/seminarzentrum.html.

 

Die Veranstaltungen sind Teil eines vom Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern geförderten Projekts zur Stärkung von Demokratie und Toleranz in Mecklenburg-Vorpommern.

 

15. Oktober 2008

 

Regionaler Fremdenverkehrsverband Vorpommern e.V.

Pressekontakt: Anja Valentien

Fischstraße 11, D-17489 Greifswald

Tel: (++49) - (0)3834 - 89 10, Fax: (++49) - (0)3834 - 89 15 55

E-Mail: presse@vorpommern.de, Internet: www.vorpommern.de

 


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